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Peugeot EX1

Schnell, grimmig aber leise, dass ist der neue Peugeot EX1, der zurzeit von einem Rekord zum nächsten jagt.

Bei zwei Elektromotoren mit je 170 PS (125 kW), von denen die Räder synchron angetrieben werden, liegt das maximale Drehmoment von 240 Nm sofort an.

Nicht einmal 800 Kilogramm schwer und mit 90 Zentimetern so flach, dass er unter einem Lkw hindurchpasst ist der Peugeot EX1, der den Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,58 Sekunden schafft.

Äußerlich zeichnet sich der EX1 durch schmales Heck und eine breite Front, sowie die hinten angeschlagenen Türen aus.
Und auch das Innere des Elektroautos ist interessant. Schalensitze, die in die Türen integriert sind, und gleich zwei Joysticks um das Auto zu steuern.

Schon jetzt hat der Peugeot EX1 mehrere internationale Rekorde für Landfahrzeuge mit Elektroantrieb gebrochen  und in China sollen demnächst noch weitere neue Rekorde aufgestellt werden.

Die Lithium-Ionen-Batterie soll übrigens eine Reichweite von 450 Kilometern haben und aufgeladen werden soll das Auto dann in einer von Peugeot erdachten Parkbox mit Solarzellen auf dem Dach. So wird das Anschließen an das Stromnetz überflüssig und auch ein Ladegerät für weitere erneuerbare Energien wie Wind- und Wasserkraft soll es geben.

Auf dem Pariser Autosalon (2.-17. Oktober 2010) wird der Sportflitzer nicht zu sehen sein, dafür aber in der „Peugeot Avenue“ an den Champs Elysées.

Neuigkeiten

Die europäischen Automobilhersteller haben sich auf einheitliche Standards bei der Ladung von Elektroautos geeinigt.

Der Verband der europäischen Hersteller (ACEA) gab bekannt, das die Verbindung der Autos mit dem Stromnetz in Zukunft sicherer und verbraucherfreundlicher gestaltet würde.
Ein Chaos wie bei den Ladegeräten von Mobiltelefonen soll vermieden werden, indem es ab 2017 für jedes Elektroauto einen einheitlichen Stecker gibt.
Die Chancen, dass sich dieses Vorhaben auch weltweit durchsetzt, stehen gut, da bereits jetzt japanische und südkoreanische Automobilhersteller in die Entscheidungen mit eingebunden sind.

Ladestation © flickr/hotzeplotz

Ford und Toshiba arbeiten in Zukunft noch enger zusammen. Laut der japanischen Zeitung „Nikkei“ wird Toshiba in Zukunft Elektromotoren für ein neues Hybridmodell von Ford bauen. Für die Montage soll auf dem Gelände des Toshiba US-Werkes in Houston im nächsten Jahr eine neue Fabrik gebaut werden. Die Elektromotoren sollen dann ab 2012 produziert werden und Ford wird dann auch das erste massentaugliche Hybridauto auf den Markt bringen. Doch solange können sich die Ford Fans auf weitere Rabatte auf Ford Modelle freuen.

Die 2009 geschlossene Elektro-Auto Partnerschaft zwischen Renault und dem Energiekonzern RWE hat ein weiteres Mitglied gewonnen. Der dritte Partner ist Nissan, der 2011 das Elektroauto Leaf auch nach Deutschland liefern wird.
Von Renault werden 2011 die Modelle Fluence Z.E. und Rapid Z.E. kommen.

Den Käufern der Elektroautos wird RWE ab 2011 ein Elektro-Mobilitätspaket zur Verfügung stellen, das sowohl eine sichere Aufladung zu Hause, als auch Zugang zu öffentlichen Ladestationen ermöglicht. In diversen Großstädten wird von RWE zurzeit die nötige Infrastruktur aufgebaut, die bis zum Ende des Jahres 1.000 öffentliche Ladestationen umfassen soll. Die Schwerpunkte liegen momentan im Ruhrgebiet und in Berlin.

Elektroautos kabellos aufladen

Bisher ist das Aufladen von Elektroautos per Kabel noch ziemlich lästig und langwierig.

Es dauert mehrere Stunden ein Elektroauto aufzuladen und die Reichweite des Akkus hat nur eine sehr begrenzte Reichweite. Wenn er dann leer ist muss man unweigerlich einen Zwangsstopp von mehreren Stunden einlegen.
Aber Abhilfe ist in Sicht. Die Firma Vahle aus Kamen, Spezialist für mobile Energie- und Datenübertragung, hat ein System entwickelt mit dem die Aufladung des Elektroautos berührungslos funktioniert.

Tesla Roadster Elektroauto © flickr/Mike Weston

So könne Ladestationen nicht nur in Garagen und auf Parkplätzen eingerichtet werden, es könne auch richtige Ladestrecken unter dem Straßenbelag installiert werden. So wird das Elektroauto direkt beim Überfahren dieser Strecken aufgeladen.

Der gesamte Ladevorgang für Elektroautos wird so sicherer und die Ladestationen sind auch besser vor Zerstörung geschützt. Und natürlich geht das Ganze auch wesentlich schneller da das Auto ja quasi im Vorbeifahren aufgeladen wird. Und vor allem verlängert sich so die Reichweite natürlich auch erheblich.

Erfolgreich erprobt wird das System schon bei Straßenbahnen.

Es fragt sich natürlich ob die Ladestrecken unter dem Straßenbelag realisierbar sind, denn der Aufwand und die Kosten wären natürlich erheblich. Es wird sicher erst dann zu realisieren sein, wenn sich das Elektroauto auch tatsächlich einmal durchsetzt.

Der Antrieb der Zukunft

Zurzeit wird viel an alternativen Antrieben gearbeitet, ganz besonders der Elektroantrieb ist momentan in aller Munde.

Aber was wird die Zukunft für die Autoantriebe wirklich bringen?

Bei Benzinern und Autos mit Dieselmotoren wird vor allem an der Senkung des Spritverbrauchs gearbeitet. Vor allem sollen die Autos leichter und Reibungswiderstände im Antrieb verringert werden.
Natürlich wird auch an synthetischen Kraftstoffen gearbeitet, wie zum Beispiel Kraftstoffen aus Biomasse oder Erdgas. Nötig ist auch ein Downsizing, denn mit kleinem Hubraum spart man nicht nur Sprit, auch der CO2 Ausstoß wird verringert.
Schon im Herbst soll ein Fiat auf den Markt kommen, der einen Verbrauch von nur 3 Litern und einen CO2 Ausstoß von weniger als 70 Gramm CO2 pro Kilometer haben wird.

Fast die Serienreife erlangt haben auch Zwittermotoren, bei denen Diesel und Benzin kombiniert werden.
Wohl noch in den nächsten Jahrzehnten werden Benzin- und Dieselmotoren auf dem Markt führend sein, da die Technik ausgereift ist, die Motoren eine große Reichweite haben und es ein dichtes Versorgungsnetz gibt. Ein Nachteil allerdings sind die ständig steigenden Spritpreise.

Elektroauto © flickr/frankh

Elektroautos gelten zwar als Null-Emissions-Fahrzeuge, sind es aber genau genommen nicht, da durch die Stromerzeugung in Kraftwerken im Augenblick noch viele Schadstoffe entstehen. Laut Greenpeace sind diese für die Umwelt sogar schädlicher als Autos mit Verbrennungsmotor.

Außerdem bieten die Autos meist nur wenig Platz und auch die Reichweite liegt nur bei durchschnittlich 150 Kilometern, bevor sie wieder für 6-8 Stunden an die Steckdose müssen.  Und hier liegt auch eine weitere Schwierigkeit, denn es gibt so gut wie keine öffentlichen Ladestationen.

Bisher sind Elektroautos nur in Ballungsräumen eine Alternative zu Autos mit Verbrennungsmotor und auch hier nur bedingt, da sie immer noch rund 10.000 Euro teurer sind als herkömmliche Autos.

Hybridantriebe sind ebenfalls nicht die Ideallösung, da die Technik bis zu 200 Kilogramm Zusatzgewicht auf die Waage bring.
Einen wirklichen Spritspareffekt hat man auch nur bei Stadtfahrten, denn bei konstanter oder auch hoher Geschwindigkeit ist er eher niedrig.
Sinnvoll ist der Hybridantrieb also wohl am ehesten für schwere Autos, bei denen das Zusatzgewicht nicht groß ins Gewicht fällt.

Bei Autos mit Brennstoffzellentechnik wird in einer chemischen Reaktion zwischen dem Wasserstoff und der Umgebungsluft Strom erzeugt, der den Motor direkt antreibt. Batterien sind nicht nötig.
Es entstehen auch keine Abgase, nur Wasserdampf.

Das erste serienreife Mittelklasseauto ist die Mercedes B-Klasse mit einer Reichweite von rund 600 Kilometern. Das Auftanken mit Wasserstoff dauert nur ungefähr 3-6 Minuten und die Kosten von drei bis fünf Euro pro 100 Kilometern sind recht niedrig.

Wahrscheinlich wird der Brennstoffzellenantrieb in einigen Jahren den Elektro- und Hybridantrieb ablösen, vorausgesetzt natürlich, dass bis dahin das Tankstellennetz entsprechend ausgebaut wird.
Der Nachteil des Brennstoffzellenantriebs ist allerdings, dass man für die Wasserstoffproduktion viel Strom benötigt. Die Ökobilanz ist nur dann positiv, wenn der Strom mit erneuerbaren Energien erzeugt wird.

the electric avenue 10

In Friedrichshafen findet in diesem Jahr vom 3.-6. Juni zum zweiten Mal die Messe für Elektromobilität „the electric avenue“ statt.

Die Messe findet zeitgleich mit der KLASSIKWELT BODENSEE statt, auf der rund 380 Aussteller historisches zu Wasser zu Lande und in der Luft vorstellen.

Tesla © flickr/pppspics

„the electric avenue“ wird in der Rothaus Halle/A1 mit rund 50 Ausstellern zu sehen sein und auf einem Parcours in der Halle können auch die Besucher  Elektroautos, E-Motorräder und E-Fahrräder selber ausprobieren. Und auch im Freien wird es einen Parcours geben.

Zu sehen sein werden unter anderem der Rinspeed UC?, Opel Ampera, Tesla Roadster, Ruf Elektro Porsche 911 und auch der norwegische Autobauer „Think“.

Auf „the electric avenue“ werden viele Fragen zur Elektromobilität beantwortet werden, zum Beispiel darüber, wie die Infrastruktur oder die Aufladung der Batterien funktionieren.

Auf der Sonderschau „111 Jahre Elektro-Automobil“ kann man sich über die Entwicklung der Elektromobilität und die Vor- und Nachteile im Vergleich zum Ottomotor an Hand von historischen Fahrzeugen und Schautafeln informieren.

Die Öffnungszeiten von “the electric avenue” sind von Donnerstag 3. Juni bis Sonntag 6. Juni von 10.00 bis 18:00 Uhr. Eine Tageskarte kostet 14 Euro, ermäßigt 10 Euro.

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