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VW Bus im Nostalgie-Look

Auf dem Genfer Automobilsalon (3.-13. März 2011) präsentiert VW die Studie eines nostalgisch angehauchten VW Busses.

Es handelt sich um die Neuauflage des legendären VW Bulli mit einer Länge von 3,99 Metern, einer Breite von 1,75 Metern und einer Höhe von 1,70 Metern. Auffällig ist die große Spurweite von 1,50 Metern.

Nostalgie VW Bus © Autoviva.com/flickr.com

Ähnlich wie der einstige Samba-Bus ist auch der neue Bus von VW zweifarbig in rot und weiß lackiert. Die schmalen Scheinwerfer mit L-förmigem LED-Tagfahrlicht und LED-Blinkern in Form eines umgekehrten L sind ebenso charakteristisch wie die 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, die in der Mitte eine stilisierte, verchromte Radkappe im Nostalgie-Look bilden.

Angetrieben wird der neue VW Bus natürlich heute nicht mehr von einem Käfermotor sondern von einem 85 Kilowatt starken Elektromotor, dessen Lithium-Ionen-Batterie sich im Sandwichboden des 1.450 Kilogramm schweren Fahrzeugs befinden. Die gespeicherten 40 Kilowattstunden Strom sollen für rund 300 Kilometer reichen. Aufgeladen werden kann der Bus dann wieder über eine spezielle Stromzapfsäule innerhalb von nur einer Stunde.

Angelassen wird das Fahrzeug mittels einer Taste in einem Drehschalter, mit dem auch der Vorwärts- und Rückwärtsgang gewählt werden können. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft der Bulli in 11,5 Sekunden.
Neben dem Elektromotor sollen auch konventionelle Benzin- und Diesel Direkteinspritzer mit einem Hubraum von einem bis 1,4 Litern die Antriebspalette ergänzen.

Neue Busse

In gleich drei Städten in Europa und Asien sind oder werden neue Busse unterwegs sein.

Auf Londons Straßen fahren bereits die ersten zwei von geplanten acht Wasserstoff-Hybrid-Bussen und zwar auf der Strecke zwischen Covent Garden und Tower Hill. Ausgerüstet sind die von Wrightbus gebauten Busse mit der Technik des amerikanischen Spezialisten ISE. Der Brennstoffzellenantrieb wird mit der Rückgewinnung von Bremsenergie kombiniert und gespeichert wird diese Energie in sogenannten Supercaps.

Linienbusse München © digital cat /flickr.com

Schon seit Dezember 2010 sind rund um den Mt. Namsan in Seoul fünf Elektrobusse mit einer Länge von je 11,5 Metern unterwegs. Die lokal gefertigten Busse haben eine Reichweite von ungefähr 80 Kilometern und wurden nach einer rund eineinhalbjährigen Entwicklungsphase mit Hyundai Heavy Industries und Hankuk Fiber gebaut. In weniger als 30 Minuten kann die Batterie mit einem Hochgeschwindigkeits-Ladegerät vollständig aufgeladen werden. Um Gewicht zu sparen, bestehen die Karosserien der Busse aus einem Kohlenstoff-Verbundwerkstoff.

Ab Frühjahr 2011 sollen zehn neue Mercedes-Benz-Citaro Busse die Flotte der Stadtwerke München/Münchner Verkehrsgesellschaft (SWM/MVG) verstärken. Zum Einsatz kommen die Gelenkbusse ab Mai zuerst im Schienenerstatzverkehr, später werden sie ältere Fahrzeuge ablösen, die bereits seit den 1990er Jahre auf Münchens Straßen unterwegs sind. Neben Klimaanlage und Videoüberwachung verfügen die neuen Busse auch noch über 19 Zoll große TFT-Flachbildmonitore für die Kundeninformation. Wie alle seit 2008 neu in Dienst gestellten Busse, haben auch diese eine vierte Tür im Heck, die den Fahrgastwechsel beschleunigen soll.

Außer den zehn neuen Bussen soll ab März auch noch ein Hybridmodell von Citaro auf Münchens Straßen fahren, um im Vergleich mit den bereits fahrenden Hybridbussen von Solaris und MAN getestet zu werden.

Der neue Volvo 8900 Überlandbus

In Göteborg hat Volvo Anfang des Monats seinen neuen Überlandbus Volvo 8900 der internationalen Fachpresse vorgestellt.

Der Volvo 8900, der leichter, sparsamer, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher sein soll, wird den Volvo 8500 und den Volvo 8700 ablösen.
Die bisherigen Modelle wurden in unterschiedlicher Fertigungsweise mit Aluminium- und Stahlkarosserie in Wroclaw, Polen und in Säffle, Schweden hergestellt. In Zukunft kann nun der Volvo 8900 problemlos an beiden Standorten gebaut werden.  Und auch für die Kunden wird es einfacher, da Mechaniker nur noch ein Modell zu kennen brauchen und auch weniger Ersatzteile benötigt werden.

Die Front- und Heckpartie des neuen Busses besteht aus vormontierten Stahlmodulen, da sich Stahl leichter formen lässt, wohingegen Karosseriestruktur und Dach aus Aluminium bestehen. Sie Teile der Seitenwände bestehen aus Glasfaser und verschiedenen Kunststoffen.  Durch diese neue Konstruktionsweise können beim Volvo 8900 rund 200 bis 300 Kilogramm Gewicht gegenüber den Vorgängermodellen eingespart werden, was bedeutet, dass man eine höhere Nutzlast bei geringerem Kraftstoffverbrauch hat.

Und auch die passive Sicherheit ist bei dem neuen 8900 von Volvo gewährleistet. Die Karosserie ist besonders steif und auch die Überschlagsnorm ECE R66 wird erfüllt.

Das Design zeichnet sich durch klare Linien aus und im Frontbereich wirkt der Bus frisch und modern. Im Innenraum sorgen helle Decken- und Wandverkleidungen für Freundlichkeit und Helligkeit und durch den Low-Entry hat im Eingangsbereich eine große Stehhöhe. Man kann den Volvo 8900 so auch problemlos in einen Hochboden-Bus umwandeln. Und auch Kiel-Überlandsitze, Gepäckablagen und Servicesets sind problemlos nachzurüsten.
Der Fahrersitzplatz ist nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet und die Bedienelemente sind übersichtlich. Allerdings macht sich die fehlende Einzelradaufhängung der Vorderräder am Lenkrad bemerkbar. Der Fahrkomfort ist allerdings auch in schnellen Kurvenfahrten gut.

Der Volvo 8900 mit 9-Liter Motor hat das I-Shift-Getriebe von Volvo, die anderen Versionen haben ZF- und Voith-Schaltung.
Als Hochbodenvariante ist der Volvo 8900 in einer Länge von 12,2 und 13,0 Metern  und dem 7-Liter Motor D7E von Volvo zu haben. Die Low-Entry Variante gibt es als 12,0 und 13,0 Meter Bus ebenfalls mit dem 7-Liter Motor.  Um mehr Fahrgäste transportieren zu können gibt es den Low-Entry aber auch als 6×2 mit 13,7 und 14,7 Metern Länge. Die Langversionen sind dann auch mit dem 9-Liter Motor zu haben. Beide Motoren erfüllen die Euro 5 Norm und sind auch mit 100 Prozent Biodiesel zu fahren. Eine Ausführung als Gelenkbus bietet der Volvo 8900 nicht, hier muss weiterhin auf die Gelenkbusausführung des Volvo 8500 zurückgegriffen werden.

In Deutschland wird der Volvo 8900 im September auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vorgestellt.

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