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Schäden durch Ölkohle bei Biodiesel-Betrieb

Offenbar treten in letzter Zeit immer wieder Motorschäden bei Lkw durch die Ablagerung von Ölkohle an den Kolbenringen auf.

Motoröl © exfordy/flickr.com

Die Ölkohle ist nicht nur extrem hart, sie überfordert auch die engen Toleranzwerte beim Abstand zwischen Kolbenring und Laufbuchse und die feinen diagonalen Rillen der Laufbuchsen werden ausgeschliffen. Diese Rillen sind aber für die Verteilung des Motoröls wichtig. Diese sogenannte Glanzbildung kann natürlich auch andere Ursachen wie zum Beispiel fehlerhaftes Material haben.

Bemerkbar macht sich der Schaden dadurch, dass der Verbrauch an Motoröl ansteigt. Der Motor verbrennt nämlich mehr davon, weil die Zirkulation des Öls gestört ist. So bleibt dann zu viel Öl im Verbrennungsraum.

Als Ursache des Problems gelten die Beimischungen von Biodiesel zum normalen Dieseltreibstoff, denn früher traten diese Probleme vorwiegend bei Unternehmen auf, die, um Kosten zu sparen, viel Biosprit getankt haben.

Entscheiden für die Bildung der Ölkohle sind auch noch die Einsatzbedingungen für die Lkw. Im Verteilerverkehr bildet sie sich schneller als bei Lkw, die im Fernverkehr eingesetzt werden.

Betroffen sein kann übrigens auch die Standheizung, sofern sie mit Diesel betrieben wird.

Alternativer Treibstoff aus Algen

Neben anderen Pflanzen sind auch immer wieder Algen als Rohstoffquelle für Biokraftstoffe im Gespräch.

Inzwischen wird weltweit mit Algen geforscht und sogar große Ölkonzerne wie Esso beteiligen sich an dieser Forschung.

Algen © flickr/Renee Silverman

Gegenüber Mais und Getreide haben Algen den Vorteil, dass sie CO2-neutral sind, da sie den Kohlendioxidanteil, den sie als Brennstoff abgeben, vorher während des Wachstums aufnehmen.
Noch dazu sind Algen so genügsam, dass sie nur Wasser, auch salziges oder verschmutztes, Sonnenlicht, mineralische Nährstoffe und viel Kohlendioxid benötigen. So können dann auch CO2-Abgase zum Beispiel von Kraftwerken genutzt werden, was auch eine Minderung von Treibhausgasen bedeutet.

Die Biomasse der Algen kann, nachdem sie entwässert wurde, wie auch andere Pflanzen zu Biodiesel, Bioethanol oder Biogas verarbeitet werden.
Eine eingedickte Algensuspension kann zum Beispiel zu Biogas vergoren werden, und getrocknete Algen können gepresst verfeuert werden.
Algen setzen die Sonnenenergie besser um als bisher genutzte Pflanzen wie Soja, Sonnenblumen oder Palmen und können so auch mehr Öl liefern.

Vorteilhaft ist es wenn die Algen in geschlossenen Systemen produziert werden, da dort die Verdunstung des Wassers geringer ist und die Algen weniger von den Umweltbedingungen abhängig sind.
Bereits jetzt gibt es in Deutschland geschlossene Produktionsstätten für Mikroalgen, bisher aber nur für die Herstellung von Kosmetika oder Pharmaprodukten.

Da der Platzbedarf zur Produktion von Treibstoff an Land zu groß wäre, gibt es Überlegungen, die Algen direkt im Meer auf halbdurchlässigen Folien zu züchten. Allerdings wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis die Algenforschung über den Labormaßstab hinauswächst. In nächster Zukunft wird es wohl so noch keinen Treibstoff aus Algen geben.

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