Der Antrieb der Zukunft
Zurzeit wird viel an alternativen Antrieben gearbeitet, ganz besonders der Elektroantrieb ist momentan in aller Munde.
Aber was wird die Zukunft für die Autoantriebe wirklich bringen?
Bei Benzinern und Autos mit Dieselmotoren wird vor allem an der Senkung des Spritverbrauchs gearbeitet. Vor allem sollen die Autos leichter und Reibungswiderstände im Antrieb verringert werden.
Natürlich wird auch an synthetischen Kraftstoffen gearbeitet, wie zum Beispiel Kraftstoffen aus Biomasse oder Erdgas. Nötig ist auch ein Downsizing, denn mit kleinem Hubraum spart man nicht nur Sprit, auch der CO2 Ausstoß wird verringert.
Schon im Herbst soll ein Fiat auf den Markt kommen, der einen Verbrauch von nur 3 Litern und einen CO2 Ausstoß von weniger als 70 Gramm CO2 pro Kilometer haben wird.
Fast die Serienreife erlangt haben auch Zwittermotoren, bei denen Diesel und Benzin kombiniert werden.
Wohl noch in den nächsten Jahrzehnten werden Benzin- und Dieselmotoren auf dem Markt führend sein, da die Technik ausgereift ist, die Motoren eine große Reichweite haben und es ein dichtes Versorgungsnetz gibt. Ein Nachteil allerdings sind die ständig steigenden Spritpreise.
Elektroautos gelten zwar als Null-Emissions-Fahrzeuge, sind es aber genau genommen nicht, da durch die Stromerzeugung in Kraftwerken im Augenblick noch viele Schadstoffe entstehen. Laut Greenpeace sind diese für die Umwelt sogar schädlicher als Autos mit Verbrennungsmotor.
Außerdem bieten die Autos meist nur wenig Platz und auch die Reichweite liegt nur bei durchschnittlich 150 Kilometern, bevor sie wieder für 6-8 Stunden an die Steckdose müssen. Und hier liegt auch eine weitere Schwierigkeit, denn es gibt so gut wie keine öffentlichen Ladestationen.
Bisher sind Elektroautos nur in Ballungsräumen eine Alternative zu Autos mit Verbrennungsmotor und auch hier nur bedingt, da sie immer noch rund 10.000 Euro teurer sind als herkömmliche Autos.
Hybridantriebe sind ebenfalls nicht die Ideallösung, da die Technik bis zu 200 Kilogramm Zusatzgewicht auf die Waage bring.
Einen wirklichen Spritspareffekt hat man auch nur bei Stadtfahrten, denn bei konstanter oder auch hoher Geschwindigkeit ist er eher niedrig.
Sinnvoll ist der Hybridantrieb also wohl am ehesten für schwere Autos, bei denen das Zusatzgewicht nicht groß ins Gewicht fällt.
Bei Autos mit Brennstoffzellentechnik wird in einer chemischen Reaktion zwischen dem Wasserstoff und der Umgebungsluft Strom erzeugt, der den Motor direkt antreibt. Batterien sind nicht nötig.
Es entstehen auch keine Abgase, nur Wasserdampf.
Das erste serienreife Mittelklasseauto ist die Mercedes B-Klasse mit einer Reichweite von rund 600 Kilometern. Das Auftanken mit Wasserstoff dauert nur ungefähr 3-6 Minuten und die Kosten von drei bis fünf Euro pro 100 Kilometern sind recht niedrig.
Wahrscheinlich wird der Brennstoffzellenantrieb in einigen Jahren den Elektro- und Hybridantrieb ablösen, vorausgesetzt natürlich, dass bis dahin das Tankstellennetz entsprechend ausgebaut wird.
Der Nachteil des Brennstoffzellenantriebs ist allerdings, dass man für die Wasserstoffproduktion viel Strom benötigt. Die Ökobilanz ist nur dann positiv, wenn der Strom mit erneuerbaren Energien erzeugt wird.




