Verunsicherung beim E10 Kraftstoff
Viele Autofahrer sind verunsichert und tanken statt des neuen E10 Kraftstoffs lieber das teure Super Plus.
Trotz dieser Verunsicherung der Autofahrer darüber ob ihr Auto E10 Sprit verträgt oder nicht, hat die Bundesregierung gestern beschlossen am E10 Kraftstoff festzuhalten.
Die Autofahrer sollen jetzt besser über das neue Benzin informiert werden und auch an Tankstellen und in Werkstätten wird man zukünftig mehr Informationen bekommen.
Laut Bundesumweltminister Norbert Röttgen sei gerade die Mineralölwirtschaft schuld, die an den Tankstellen zu wenig informiert.
Wegen des Absatzproblems musste die Produktion des E10 Kraftstoffs schon zurückgefahren werden, da sie Lager voll sind. Bis Ende April muss der mit besonderen Winterzusätzen versehene Sprit verbraucht werden.
Aber selbst wenn das eigene Auto auf der Unbedenklichkeitsliste steht und für E10 Kraftstoff freigegeben ist, kann es bei eventuellen Schäden schwer sein den Hersteller in Haftung zu nehmen, da man nachweisen muss, dass diese durch E10 entstanden sind.
Und besser für die Umwelt ist der E10 Kraftstoff ja auch nicht wirklich. Für die Herstellung von Ethanol braucht man wieder Monokulturen, die meist durch Brandrodung zum Beispiel von Regenwald gewonnen werden und auch Düngemittel und Herbizide werden in Monokulturen verstärkt eingesetzt. So ist die Ökobilanz des Ethanols an sich schon schlecht. Lediglich der CO2 Ausstoß beim Auto ist dadurch etwas besser.
Langfristig sollte man aber lieber Motoren entwickeln, die wenig Sprit verbrauchen als den CO2 Ausstoß bei Autos aufzuhübschen, die 10 Liter oder mehr verbrauchen. Aber hier wird die Politik mal wieder von der Wirtschaft regiert.





