Archive for the ‘Andere Fahrzeuge’ Category.

Neue Busse

In gleich drei Städten in Europa und Asien sind oder werden neue Busse unterwegs sein.

Auf Londons Straßen fahren bereits die ersten zwei von geplanten acht Wasserstoff-Hybrid-Bussen und zwar auf der Strecke zwischen Covent Garden und Tower Hill. Ausgerüstet sind die von Wrightbus gebauten Busse mit der Technik des amerikanischen Spezialisten ISE. Der Brennstoffzellenantrieb wird mit der Rückgewinnung von Bremsenergie kombiniert und gespeichert wird diese Energie in sogenannten Supercaps.

Linienbusse München © digital cat /flickr.com

Schon seit Dezember 2010 sind rund um den Mt. Namsan in Seoul fünf Elektrobusse mit einer Länge von je 11,5 Metern unterwegs. Die lokal gefertigten Busse haben eine Reichweite von ungefähr 80 Kilometern und wurden nach einer rund eineinhalbjährigen Entwicklungsphase mit Hyundai Heavy Industries und Hankuk Fiber gebaut. In weniger als 30 Minuten kann die Batterie mit einem Hochgeschwindigkeits-Ladegerät vollständig aufgeladen werden. Um Gewicht zu sparen, bestehen die Karosserien der Busse aus einem Kohlenstoff-Verbundwerkstoff.

Ab Frühjahr 2011 sollen zehn neue Mercedes-Benz-Citaro Busse die Flotte der Stadtwerke München/Münchner Verkehrsgesellschaft (SWM/MVG) verstärken. Zum Einsatz kommen die Gelenkbusse ab Mai zuerst im Schienenerstatzverkehr, später werden sie ältere Fahrzeuge ablösen, die bereits seit den 1990er Jahre auf Münchens Straßen unterwegs sind. Neben Klimaanlage und Videoüberwachung verfügen die neuen Busse auch noch über 19 Zoll große TFT-Flachbildmonitore für die Kundeninformation. Wie alle seit 2008 neu in Dienst gestellten Busse, haben auch diese eine vierte Tür im Heck, die den Fahrgastwechsel beschleunigen soll.

Außer den zehn neuen Bussen soll ab März auch noch ein Hybridmodell von Citaro auf Münchens Straßen fahren, um im Vergleich mit den bereits fahrenden Hybridbussen von Solaris und MAN getestet zu werden.

Schäden durch Ölkohle bei Biodiesel-Betrieb

Offenbar treten in letzter Zeit immer wieder Motorschäden bei Lkw durch die Ablagerung von Ölkohle an den Kolbenringen auf.

Motoröl © exfordy/flickr.com

Die Ölkohle ist nicht nur extrem hart, sie überfordert auch die engen Toleranzwerte beim Abstand zwischen Kolbenring und Laufbuchse und die feinen diagonalen Rillen der Laufbuchsen werden ausgeschliffen. Diese Rillen sind aber für die Verteilung des Motoröls wichtig. Diese sogenannte Glanzbildung kann natürlich auch andere Ursachen wie zum Beispiel fehlerhaftes Material haben.

Bemerkbar macht sich der Schaden dadurch, dass der Verbrauch an Motoröl ansteigt. Der Motor verbrennt nämlich mehr davon, weil die Zirkulation des Öls gestört ist. So bleibt dann zu viel Öl im Verbrennungsraum.

Als Ursache des Problems gelten die Beimischungen von Biodiesel zum normalen Dieseltreibstoff, denn früher traten diese Probleme vorwiegend bei Unternehmen auf, die, um Kosten zu sparen, viel Biosprit getankt haben.

Entscheiden für die Bildung der Ölkohle sind auch noch die Einsatzbedingungen für die Lkw. Im Verteilerverkehr bildet sie sich schneller als bei Lkw, die im Fernverkehr eingesetzt werden.

Betroffen sein kann übrigens auch die Standheizung, sofern sie mit Diesel betrieben wird.

Konturmarkierung für Lkw wird Pflicht

Da sich auf deutschen Autobahnen rund ein Drittel der Lkw-Unfälle bei schlechter Witterung, Dämmerung oder Dunkelheit ereignen, soll die Konturmarkierung bei Lkw bald Pflicht werden.

Lkw © flickr/mendyk.net

Da die Unfälle meist auch schwerer sind als Zusammenstöße bei Tageslicht, ist offensichtlich die mangelnde Sichtbarkeit der Lkw und Anhänger dafür die Ursache. Nachfolgende Fahrzeuge, die das Hindernis zu spät sehen, fahren dann oft seitlich oder von hinten auf.

Die Sichtbarkeit der Lkw kann mit reflektierenden Konturmarkierungen wirkungsvoll verbessert und die Gefahren verringert werden. Durch die Streifen aus reflektierender Folie werden die Umrisse der Lastwagen im Licht der Scheinwerfer schon von weitem sichtbar.

Seit Jahren sind diese Konturmarkierungen übrigens in Deutschland erlaubt und ab dem 10. Juli 2011 sollen die nach der europäischen Richtlinie 2007/35/EG für neue Typen von Nutzfahrzeugen über 7,5 t Gesamtgewicht vorgeschrieben sein. Das selbstklebende Rollenmaterial der reflektierenden Konturmarkierung lässt sich einfach verarbeiten und sowohl an Festaufbauten als auch an Planenaufbauten leicht anbringen.

Für Europa sollen diese Konturmarkierungen nach UN ECE Reglung 48 der Wirtschaftskommission der vereinten Nationen zum 10. Oktober 2011 ebenfalls verpflichtend sein.

Wie Untersuchungen aus den USA belegen, können die Unfallzahlen mit Hilfe der Konturmarkierungen um bis zu 29 Prozent gesenkt werden.

Der neue Volvo 8900 Überlandbus

In Göteborg hat Volvo Anfang des Monats seinen neuen Überlandbus Volvo 8900 der internationalen Fachpresse vorgestellt.

Der Volvo 8900, der leichter, sparsamer, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher sein soll, wird den Volvo 8500 und den Volvo 8700 ablösen.
Die bisherigen Modelle wurden in unterschiedlicher Fertigungsweise mit Aluminium- und Stahlkarosserie in Wroclaw, Polen und in Säffle, Schweden hergestellt. In Zukunft kann nun der Volvo 8900 problemlos an beiden Standorten gebaut werden.  Und auch für die Kunden wird es einfacher, da Mechaniker nur noch ein Modell zu kennen brauchen und auch weniger Ersatzteile benötigt werden.

Die Front- und Heckpartie des neuen Busses besteht aus vormontierten Stahlmodulen, da sich Stahl leichter formen lässt, wohingegen Karosseriestruktur und Dach aus Aluminium bestehen. Sie Teile der Seitenwände bestehen aus Glasfaser und verschiedenen Kunststoffen.  Durch diese neue Konstruktionsweise können beim Volvo 8900 rund 200 bis 300 Kilogramm Gewicht gegenüber den Vorgängermodellen eingespart werden, was bedeutet, dass man eine höhere Nutzlast bei geringerem Kraftstoffverbrauch hat.

Und auch die passive Sicherheit ist bei dem neuen 8900 von Volvo gewährleistet. Die Karosserie ist besonders steif und auch die Überschlagsnorm ECE R66 wird erfüllt.

Das Design zeichnet sich durch klare Linien aus und im Frontbereich wirkt der Bus frisch und modern. Im Innenraum sorgen helle Decken- und Wandverkleidungen für Freundlichkeit und Helligkeit und durch den Low-Entry hat im Eingangsbereich eine große Stehhöhe. Man kann den Volvo 8900 so auch problemlos in einen Hochboden-Bus umwandeln. Und auch Kiel-Überlandsitze, Gepäckablagen und Servicesets sind problemlos nachzurüsten.
Der Fahrersitzplatz ist nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet und die Bedienelemente sind übersichtlich. Allerdings macht sich die fehlende Einzelradaufhängung der Vorderräder am Lenkrad bemerkbar. Der Fahrkomfort ist allerdings auch in schnellen Kurvenfahrten gut.

Der Volvo 8900 mit 9-Liter Motor hat das I-Shift-Getriebe von Volvo, die anderen Versionen haben ZF- und Voith-Schaltung.
Als Hochbodenvariante ist der Volvo 8900 in einer Länge von 12,2 und 13,0 Metern  und dem 7-Liter Motor D7E von Volvo zu haben. Die Low-Entry Variante gibt es als 12,0 und 13,0 Meter Bus ebenfalls mit dem 7-Liter Motor.  Um mehr Fahrgäste transportieren zu können gibt es den Low-Entry aber auch als 6×2 mit 13,7 und 14,7 Metern Länge. Die Langversionen sind dann auch mit dem 9-Liter Motor zu haben. Beide Motoren erfüllen die Euro 5 Norm und sind auch mit 100 Prozent Biodiesel zu fahren. Eine Ausführung als Gelenkbus bietet der Volvo 8900 nicht, hier muss weiterhin auf die Gelenkbusausführung des Volvo 8500 zurückgegriffen werden.

In Deutschland wird der Volvo 8900 im September auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vorgestellt.

Ein neuer Doppeldeckerbus für London

Nun ist endgültig klar, wie der neue rote Londoner Doppeldeckerbus aussehen soll.

Vorgestellt wurde der Wrightbus 2012 am 17. Mai 2010 von Londons Bürgermeister Boris Johnson. Johnson hatte bei seinem Amtsantritt 2008 gelobt, eine grünere Version des so beliebten Doppeldeckerbusses Routemaster, der seit den 1950er Jahren seinen Dienst tut, auf Londons Straßen zu bringen.

Die Windschutzscheibe des Wrightbus 2012 ist asymmetrisch und das gesamte Äußere ist recht futuristisch und mit viel Glas, das im Inneren Leichtigkeit und Helligkeit vermitteln soll.

Der Bus soll zwei Türen haben aber auch die typische Plattform im hinteren Teil, die das bei den Briten so beliebte Hop-on-hop-off möglich macht.

Dank Hybridantrieb und Leichtbauweise soll der Spritverbrauch gegenüber den herkömmlichen Diesel-Doppeldeckerbussen um rund 40 Prozent gesenkt sein und auch noch 15 Prozent niedriger sein, als bei normalen Hybridbussen. Außerdem wird der neue Doppeldeckerbus auch wesentlich leiser auf Londons Straßen unterwegs sein.

Entworfen wurde der Doppeldeckerbus von Wrightbus in Nordirland. Der erste Prototyp wird 2011 erwartet und zum Einsatz kommen sollen die Busse ab 2012. Entwicklung und Produktion der ersten fünf Busse sollen laut der Zeitung “The Guardian” umgerechnet mehr als neun Millionen Euro kosten. Die in Serie gefertigten Doppeldeckerbusse sollen dann rund 350.000 Euro pro Stück kosten.

Mercedes-Benz Unimog U20

Das Konzept des Unimog war von Anfang an revolutionär, sollte er doch all das leisten können, was ein Traktor kann.

Gleichzeitig sollte er aber auch relativ flott sein, den Insassen Schutz vor dem Wetter bieten und zudem über eine eigene Ladefläche verfügen.Der Unimog hat vier gleich große Rädern, Allradantrieb, ein bequemes Fahrerhaus, einen leistungsstarken Motor und was vielleicht am wichtigsten ist, es gibt viele An- und Aufbauteile für das Fahrzeug.
Der Mercedes-Benz Unimog U20 ist nicht nur einer der kompaktesten, sondern auch relativ preiswert und deshalb besonders für Kommunen und Garten- oder Landschaftsbetriebe interessant.

Unimog U20 © flickr/hmboo

Er verbindet die Technik seiner größeren Brüder mit einem niedrigen Gewicht, das zulässige Gesamtgewicht liegt zwischen 7,5 und inzwischen 9,3 Tonnen, und einem kurzen Radstand (2.700 Millimeter), weshalb der U20 besonders wendig ist. Er hat einen Wendekreisdurchmesser von nur 12,8 Metern und ist damit bei einer Breite von 2,15 Metern auch in engen Altstadtstraßen gut unterwegs.

Und auch die Abgasnorm Euro 5 wird dank „Blue-Tec®“-Abgasnachbehandlung erfüllt.
Das voll synchronisierte elektropneumatische Schaltgetriebe (Telligent®) verfügt über bis zu 16 Vorwärts- und 14 Rückwärtsgänge. Eine Geschwindigkeit von 1,1 – 90 km/h macht auch problemlos Fahrten auf der Autobahn möglich.
Und auch mit Anhängern bis zu 18 Tonnen Zuggewicht wird der Mercedes-Benz Unimog U 20 fertig.

Im Frontlenker-Führerhaus aus verzinktem Stahlblech ist Platz für 3 Personen. Für den Fahrer gibt es optional einen luftgefederten Schwingsitz, der auch an einem langen Arbeitstag Bequemlichkeit bietet.

Ab Modelljahr 2010 wird die Produktpalette noch durch einen leistungsstärkeren Motor mit 130 kW (177 PS) erweitert, der besonders in gebirgigen Regionen und auch für die Feuerwehr interessant ist.
Für die Sicherheit des Unimog U20 sorgen ABS und ALB.

MAN Nutzfahrzeuge

In der zweiten Jahreshälfte 2010 erhält die VAG Nürnberg zwei MAN-Gelenkbusse mit Euro-6-Versuchsmotoren. Die Motoren sollen im Betriebsalltag auf Zuverlässigkeit getestet werden. Mit Hilfe dieser Tests will MAN Erkenntnisse für die Weiterentwicklung bis zur Serienreife bekommen. 2014 tritt die Abgasnorm Euro 6 in Kraft.

Ebenfalls in Nürnberg hat MAN Nutzfahrzeuge ein neues Entwicklungszentrum eröffnet. Neben 16 Motorprüfständen und einem Fahrzeugprüfstand sind auf den 10.000 Quadratmetern Fläche auch Entwicklungslabore und Arbeitsräume untergebracht. MAN hat 35 Millionen Euro in das Zentrum investiert und die Kapazität der Prüfstände in Nürnberg um 30 Prozent erhöht.

In Hamburg standen die Doppeldecker-Busse MAN SD 200 der „Hamburger Stadtrundfahrt-Die Roten Doppeldecker“ vor dem Aus, da die Behörden die alten Dieselmotoren nicht mehr zulassen wollten. Jetzt werden die bei den Touristen so beliebten Busse mit Mercedes-Benz-BlueTec-Motoren nachgerüstet. Am 29. April wurde bereits der das erste Fahrzeug mit dem Sechszylinder-Motor mit 7,2 Litern Hubraum, 175 kW und Voith Diwa-Automatikgetriebe des Typs 851.3E vorgestellt.

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