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Immer Strom bei Porsche

Die heutigen Autos benötigen dank der Elektronik, die sie an Bord haben immer mehr Strom.

Diese Elektronik, die neben der Sicherheit auch der Umweltverträglichkeit, und natürlich dem Komfort dient, kann so zum Problem werden.

So verbraucht ein abgestelltes Auto soviel Strom, dass nach einer Standzeit von nur 3 Wochen die Batterie leer sein kann. Stellen Sie sich vor, sie kommen aus dem Urlaub und das Auto springt nicht an. Besonders Autos die vorwiegend auf Kurzstrecken bewegt werden, sind hiervon betroffen, besonders wenn bei diesen Fahrten auch noch viele Verbraucher im Auto den Stromverbrauch in die Höhe treiben. Auf den Kurzstrecken wird die Batterie fast nie voll geladen.

Porsche © flickr/thEOS.

Auch ein Besuch in der Werkstatt kann die Batterie schnell ans Limit bringen, da dort die Autos zwar oft gestartet werden, die Batterie aber nicht geladen wird. So kann es passieren, dass Sie Ihr Auto glücklich aus der Werkstatt zurück haben, es aber schon am nächsten Tag nicht wieder anspringt, da die Batterie leer ist.

Im Porsche Zentrum im Münchner Olympiapark wird dem jetzt vorgebaut.
Bei jedem Auto das im Porschezentrum zu Gast ist, wird die Batterie geladen. Das heißt egal ob Neu- oder Gebrauchtwagen, jedes Auto wird an ein Batterieladegerät angeschlossen. Im Werkstattbereich gibt es an jeder Energieampel der einzelnen Arbeitsplätze extra ein Ladegerät, an das das Auto sofort angeschlossen wird. So ist nicht nur nach einem Werkstattbesuch die Batterie geladen, auch Systemabstürze während der Diagnose oder dem Aufspielen neuer Software werden verringert.

Auch die ausgestellten Gebrauchtwagen werden ständig mit geringer Stromstärke geladen, um den Ruhestromverbrauch auszugleichen.

Etwas mehr Aufladung brauchen die Neuwagen, da hier die Kunden gerne die Elektronik ausprobieren, Soundsysteme testen oder das Cabrioverdeck auf und zu machen. Und ein Auto bei dem wegen einer leeren Batterie nichts mehr funktioniert verkauft sich schlecht.

Der Aufwand mit der ständigen Aufladung scheint sich für Porsche zu lohnen, denn es wird schon seit zwei Jahren so praktiziert. Die Reklamationen bezüglich defekter Neuwagenbatterien und nicht anspringender aus der Werkstatt entlassener Autos sind stark zurückgegangen.

Alternativer Treibstoff aus Algen

Neben anderen Pflanzen sind auch immer wieder Algen als Rohstoffquelle für Biokraftstoffe im Gespräch.

Inzwischen wird weltweit mit Algen geforscht und sogar große Ölkonzerne wie Esso beteiligen sich an dieser Forschung.

Algen © flickr/Renee Silverman

Gegenüber Mais und Getreide haben Algen den Vorteil, dass sie CO2-neutral sind, da sie den Kohlendioxidanteil, den sie als Brennstoff abgeben, vorher während des Wachstums aufnehmen.
Noch dazu sind Algen so genügsam, dass sie nur Wasser, auch salziges oder verschmutztes, Sonnenlicht, mineralische Nährstoffe und viel Kohlendioxid benötigen. So können dann auch CO2-Abgase zum Beispiel von Kraftwerken genutzt werden, was auch eine Minderung von Treibhausgasen bedeutet.

Die Biomasse der Algen kann, nachdem sie entwässert wurde, wie auch andere Pflanzen zu Biodiesel, Bioethanol oder Biogas verarbeitet werden.
Eine eingedickte Algensuspension kann zum Beispiel zu Biogas vergoren werden, und getrocknete Algen können gepresst verfeuert werden.
Algen setzen die Sonnenenergie besser um als bisher genutzte Pflanzen wie Soja, Sonnenblumen oder Palmen und können so auch mehr Öl liefern.

Vorteilhaft ist es wenn die Algen in geschlossenen Systemen produziert werden, da dort die Verdunstung des Wassers geringer ist und die Algen weniger von den Umweltbedingungen abhängig sind.
Bereits jetzt gibt es in Deutschland geschlossene Produktionsstätten für Mikroalgen, bisher aber nur für die Herstellung von Kosmetika oder Pharmaprodukten.

Da der Platzbedarf zur Produktion von Treibstoff an Land zu groß wäre, gibt es Überlegungen, die Algen direkt im Meer auf halbdurchlässigen Folien zu züchten. Allerdings wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis die Algenforschung über den Labormaßstab hinauswächst. In nächster Zukunft wird es wohl so noch keinen Treibstoff aus Algen geben.

Airbags

Airbag im Smart © flickr/razvan.orendovici

Heutzutage werden immer mehr Airbags aus Autos geklaut und landen auf den Ersatzteilmärkten in Osteuropa. Es handelt sich dabei meist um die Fahrerairbags, da diese leichter auszubauen sind. Das ganze ist reiner Betrug an den späteren Käufern, denn ohne Steuergerät funktionieren die Airbags nicht.

Der ADAC hat Motorrad Airbags getestet und festgestellt, dass sie bei einem Aufprall bei dem das Motorrad seitlich aufs Auto aufprallt durchaus sinnvoll sind und Leben retten können. Honda ist der erste Hersteller der den Motorradairbag für die Gold Wing anbietet.

Mit dem Alter wächst die Gefahr, dass Airbags nicht mehr richtig funktionieren und zum Beispiel verzögert auslösen. Man sollte sie deshalb regelmäßig warten lassen. Früher mussten Airbags nach 10 bis 12 Jahren ausgetauscht werden, heutzutage reicht die regelmäßige Wartung aus.

Der Antrieb der Zukunft

Zurzeit wird viel an alternativen Antrieben gearbeitet, ganz besonders der Elektroantrieb ist momentan in aller Munde.

Aber was wird die Zukunft für die Autoantriebe wirklich bringen?

Bei Benzinern und Autos mit Dieselmotoren wird vor allem an der Senkung des Spritverbrauchs gearbeitet. Vor allem sollen die Autos leichter und Reibungswiderstände im Antrieb verringert werden.
Natürlich wird auch an synthetischen Kraftstoffen gearbeitet, wie zum Beispiel Kraftstoffen aus Biomasse oder Erdgas. Nötig ist auch ein Downsizing, denn mit kleinem Hubraum spart man nicht nur Sprit, auch der CO2 Ausstoß wird verringert.
Schon im Herbst soll ein Fiat auf den Markt kommen, der einen Verbrauch von nur 3 Litern und einen CO2 Ausstoß von weniger als 70 Gramm CO2 pro Kilometer haben wird.

Fast die Serienreife erlangt haben auch Zwittermotoren, bei denen Diesel und Benzin kombiniert werden.
Wohl noch in den nächsten Jahrzehnten werden Benzin- und Dieselmotoren auf dem Markt führend sein, da die Technik ausgereift ist, die Motoren eine große Reichweite haben und es ein dichtes Versorgungsnetz gibt. Ein Nachteil allerdings sind die ständig steigenden Spritpreise.

Elektroauto © flickr/frankh

Elektroautos gelten zwar als Null-Emissions-Fahrzeuge, sind es aber genau genommen nicht, da durch die Stromerzeugung in Kraftwerken im Augenblick noch viele Schadstoffe entstehen. Laut Greenpeace sind diese für die Umwelt sogar schädlicher als Autos mit Verbrennungsmotor.

Außerdem bieten die Autos meist nur wenig Platz und auch die Reichweite liegt nur bei durchschnittlich 150 Kilometern, bevor sie wieder für 6-8 Stunden an die Steckdose müssen.  Und hier liegt auch eine weitere Schwierigkeit, denn es gibt so gut wie keine öffentlichen Ladestationen.

Bisher sind Elektroautos nur in Ballungsräumen eine Alternative zu Autos mit Verbrennungsmotor und auch hier nur bedingt, da sie immer noch rund 10.000 Euro teurer sind als herkömmliche Autos.

Hybridantriebe sind ebenfalls nicht die Ideallösung, da die Technik bis zu 200 Kilogramm Zusatzgewicht auf die Waage bring.
Einen wirklichen Spritspareffekt hat man auch nur bei Stadtfahrten, denn bei konstanter oder auch hoher Geschwindigkeit ist er eher niedrig.
Sinnvoll ist der Hybridantrieb also wohl am ehesten für schwere Autos, bei denen das Zusatzgewicht nicht groß ins Gewicht fällt.

Bei Autos mit Brennstoffzellentechnik wird in einer chemischen Reaktion zwischen dem Wasserstoff und der Umgebungsluft Strom erzeugt, der den Motor direkt antreibt. Batterien sind nicht nötig.
Es entstehen auch keine Abgase, nur Wasserdampf.

Das erste serienreife Mittelklasseauto ist die Mercedes B-Klasse mit einer Reichweite von rund 600 Kilometern. Das Auftanken mit Wasserstoff dauert nur ungefähr 3-6 Minuten und die Kosten von drei bis fünf Euro pro 100 Kilometern sind recht niedrig.

Wahrscheinlich wird der Brennstoffzellenantrieb in einigen Jahren den Elektro- und Hybridantrieb ablösen, vorausgesetzt natürlich, dass bis dahin das Tankstellennetz entsprechend ausgebaut wird.
Der Nachteil des Brennstoffzellenantriebs ist allerdings, dass man für die Wasserstoffproduktion viel Strom benötigt. Die Ökobilanz ist nur dann positiv, wenn der Strom mit erneuerbaren Energien erzeugt wird.

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