Archive for Juli 2010

Der neue Volvo 8900 Überlandbus

In Göteborg hat Volvo Anfang des Monats seinen neuen Überlandbus Volvo 8900 der internationalen Fachpresse vorgestellt.

Der Volvo 8900, der leichter, sparsamer, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher sein soll, wird den Volvo 8500 und den Volvo 8700 ablösen.
Die bisherigen Modelle wurden in unterschiedlicher Fertigungsweise mit Aluminium- und Stahlkarosserie in Wroclaw, Polen und in Säffle, Schweden hergestellt. In Zukunft kann nun der Volvo 8900 problemlos an beiden Standorten gebaut werden.  Und auch für die Kunden wird es einfacher, da Mechaniker nur noch ein Modell zu kennen brauchen und auch weniger Ersatzteile benötigt werden.

Die Front- und Heckpartie des neuen Busses besteht aus vormontierten Stahlmodulen, da sich Stahl leichter formen lässt, wohingegen Karosseriestruktur und Dach aus Aluminium bestehen. Sie Teile der Seitenwände bestehen aus Glasfaser und verschiedenen Kunststoffen.  Durch diese neue Konstruktionsweise können beim Volvo 8900 rund 200 bis 300 Kilogramm Gewicht gegenüber den Vorgängermodellen eingespart werden, was bedeutet, dass man eine höhere Nutzlast bei geringerem Kraftstoffverbrauch hat.

Und auch die passive Sicherheit ist bei dem neuen 8900 von Volvo gewährleistet. Die Karosserie ist besonders steif und auch die Überschlagsnorm ECE R66 wird erfüllt.

Das Design zeichnet sich durch klare Linien aus und im Frontbereich wirkt der Bus frisch und modern. Im Innenraum sorgen helle Decken- und Wandverkleidungen für Freundlichkeit und Helligkeit und durch den Low-Entry hat im Eingangsbereich eine große Stehhöhe. Man kann den Volvo 8900 so auch problemlos in einen Hochboden-Bus umwandeln. Und auch Kiel-Überlandsitze, Gepäckablagen und Servicesets sind problemlos nachzurüsten.
Der Fahrersitzplatz ist nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet und die Bedienelemente sind übersichtlich. Allerdings macht sich die fehlende Einzelradaufhängung der Vorderräder am Lenkrad bemerkbar. Der Fahrkomfort ist allerdings auch in schnellen Kurvenfahrten gut.

Der Volvo 8900 mit 9-Liter Motor hat das I-Shift-Getriebe von Volvo, die anderen Versionen haben ZF- und Voith-Schaltung.
Als Hochbodenvariante ist der Volvo 8900 in einer Länge von 12,2 und 13,0 Metern  und dem 7-Liter Motor D7E von Volvo zu haben. Die Low-Entry Variante gibt es als 12,0 und 13,0 Meter Bus ebenfalls mit dem 7-Liter Motor.  Um mehr Fahrgäste transportieren zu können gibt es den Low-Entry aber auch als 6×2 mit 13,7 und 14,7 Metern Länge. Die Langversionen sind dann auch mit dem 9-Liter Motor zu haben. Beide Motoren erfüllen die Euro 5 Norm und sind auch mit 100 Prozent Biodiesel zu fahren. Eine Ausführung als Gelenkbus bietet der Volvo 8900 nicht, hier muss weiterhin auf die Gelenkbusausführung des Volvo 8500 zurückgegriffen werden.

In Deutschland wird der Volvo 8900 im September auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vorgestellt.

Neuigkeiten

Die europäischen Automobilhersteller haben sich auf einheitliche Standards bei der Ladung von Elektroautos geeinigt.

Der Verband der europäischen Hersteller (ACEA) gab bekannt, das die Verbindung der Autos mit dem Stromnetz in Zukunft sicherer und verbraucherfreundlicher gestaltet würde.
Ein Chaos wie bei den Ladegeräten von Mobiltelefonen soll vermieden werden, indem es ab 2017 für jedes Elektroauto einen einheitlichen Stecker gibt.
Die Chancen, dass sich dieses Vorhaben auch weltweit durchsetzt, stehen gut, da bereits jetzt japanische und südkoreanische Automobilhersteller in die Entscheidungen mit eingebunden sind.

Ladestation © flickr/hotzeplotz

Ford und Toshiba arbeiten in Zukunft noch enger zusammen. Laut der japanischen Zeitung „Nikkei“ wird Toshiba in Zukunft Elektromotoren für ein neues Hybridmodell von Ford bauen. Für die Montage soll auf dem Gelände des Toshiba US-Werkes in Houston im nächsten Jahr eine neue Fabrik gebaut werden. Die Elektromotoren sollen dann ab 2012 produziert werden und Ford wird dann auch das erste massentaugliche Hybridauto auf den Markt bringen. Doch solange können sich die Ford Fans auf weitere Rabatte auf Ford Modelle freuen.

Die 2009 geschlossene Elektro-Auto Partnerschaft zwischen Renault und dem Energiekonzern RWE hat ein weiteres Mitglied gewonnen. Der dritte Partner ist Nissan, der 2011 das Elektroauto Leaf auch nach Deutschland liefern wird.
Von Renault werden 2011 die Modelle Fluence Z.E. und Rapid Z.E. kommen.

Den Käufern der Elektroautos wird RWE ab 2011 ein Elektro-Mobilitätspaket zur Verfügung stellen, das sowohl eine sichere Aufladung zu Hause, als auch Zugang zu öffentlichen Ladestationen ermöglicht. In diversen Großstädten wird von RWE zurzeit die nötige Infrastruktur aufgebaut, die bis zum Ende des Jahres 1.000 öffentliche Ladestationen umfassen soll. Die Schwerpunkte liegen momentan im Ruhrgebiet und in Berlin.

Audi A1

Noch in diesem Jahr kommt der neue Kleine von Audi, der A1, als Konkurrenz zum VW Polo und Mini auf den Markt.

Als Stadtauto für die Käufergruppe zwischen 30 und 40 Jahren und darunter ist der neue Audi A1 konzipiert. Und das bei einem Frauenanteil bei den Fahrern von ungefähr 50 Prozent, weshalb auch verschiedene Styling Pakete für den Innenraum zur Verfügung stehen werden. Und auch die Dachholme sind in verschiedenen Farben erhältlich und bieten so immer einen Kontrast zur restlichen Karosserie.

Audi A1 © flickr/David Villarreal Fernández

In dem 3,95 Meter langen, 1,74 breiten  und 1040 Kilogramm schweren Auto sitzt man zumindest auf den vorderen Sitzen recht bequem und das bei einer Federung die zwar sportlich aber nicht zu hart ist. Und dass man hinten als Passagier recht wenig Platz hat ist relativ egal, denn die avisierte Zielgruppe fährt sowieso meist allein oder zu zweit.

Vier verschiedene Motorisierungen stehen für den Audi A1 zur Wahl. Zwei Benziner mit 86 PS und 122 PS und zwei Diesel  mit 90 PS und 105 PS. Alle sind Direkteinspritzer mit Turbolader. Eine eher solide als außergewöhnliche Motorleistung bei der früher oder später die Chance besteht, dass Audi nachrüstet um von der Konkurrenz nicht abgehängt zu werden. Und auch im Bezug auf das Fahrverhalten und die Lenkung ist der Audi A1 ein solides Auto, das auch den Vergleich mit größeren nicht scheuen muss.

Zu haben ist der A1 von Audi ab 15.800 Euro, da aber alle Extras wie Dachbogen in Kontrastfarbe, Ledersitze, Sitzheizung, Klimaautomatik, Soundsystem Xenonlicht, Fernlichtassistent, Einparkhilfe und anderes auch extra Kosten, kann am Schluss auch schnell wesentlich mehr als das Doppelte  auf der Rechnung stehen.

Tesla Roadster 2.5

Anlässlich der Eröffnung neuer Filialen in Kopenhagen und Newprort Beach, Kalifornien hat Tesla Motors den neuen Tesla Roadster 2.5 vorgestellt.

Obwohl bei Tesla Motors vorwiegend am Tesla Model S gearbeitet wird kommt auch die Weiterentwicklung des Tesla Roadsters nicht zu kurz. Bei dieser Weiterentwicklung wird auch besonders auf das Feedback der Kunden eingegangen. Vor allem Design und Technik sind von den Neuerungen betroffen.

Neu ist neben der Frontschürze auch der Heckdiffusor und auch im Inneren des Tesla Roadster hat sich so einiges getan. Die Sitze sind neu und wesentlich bequemer, die Oberflächen wurden neu gestaltet und auch die Geräuschdämmung wurde verbessert. Nicht dass ein Elektroauto wirklich laut wäre, aber zumindest die Reifen machen ja Geräusche. Und um diese noch eleganter aufziehen zu können gibt es auch noch zwei neue Felgensätze in Silber und in Schwarz.

Und um den Fahrer auch gut ans Ziel zu bringen verfügt der Tesla Roadster jetzt über ein großes Touchscreen-Navigationssystem.

Der neue Tesla Roadster wird bald bei den Tesla Händlern zu haben sein und kann auch schon vorbestellt werden.
Teilweise sind die Neuerungen des Tesla 2.5 auch als Upgrade für das älte Modell zu haben.

Mercedes R-Klasse

Nach dem der erste Versuch mit der R-Klasse von Mercedes-Benz mehr oder weniger ein Flopp war, ist jetzt die neue R-Klasse da.

Überarbeitet und mit neuem Preis versehen, soll das Basismodell der R-Klasse, der R 300 mit Benzinmotor, jetzt rund 50.100 Euro kosten.

Bis zu sieben Sitze hat das Auto, das mit neuer markanterer Frontpartie und verbrauchsärmeren Motoren. Die Mischung aus SUV, Reiselimousine und Van ist in der kurzen Version 4,92 Meter lang, hat einen Radstand von 2,980 Metern und wiegt mindestens 2.300 Kilogramm. Der R 350 BlueTEC 4Matic mit langem Radstand (3,215 Meter) wird von einem Dieselmotor mit 211 PS und einem Verbrauch von 8,4 Litern erfüllt schon jetzt die Euro 6 Abgasnorm, die 2014 in Kraft treten wird.

An den anderen Motoren für den R 300 mit 231 PS, R 350 mit 272 PS und R 500 mit 388 PS hat sich nicht wirklich viel geändert und es bleibt abzuwarten, ob die neue R-Klasse sich jetzt in Deutschland wirklich besser verkauft als zuvor.
Immerhin ist sie mit Preisen von 50.100 bis 74.260 Euro für die Basismodelle teurer als zuvor und  man muss immer noch für Kleinigkeiten wie Gepäckraumabdeckung und elektrische Heckklappe extra bezahlen. Außerdem ist ein Auto mit einer Länge von 4,92 – 5,16 Metern und einer Breite von über 2 Metern (inkl. Außenspiegel) ja nicht gerade sehr parkfreundlich und wirklich geeignet für die Innenstadt.

KTM X-Bow

Der für die Straße zugelassene Sportwagen X-Bow von KTM ist das erste Auto der österreichischen Firma.

Ein  Auto mit Rennsport-Technologie, zu der auch ein Monocoque aus Kohlefaser gehört, wie es in der Formel 1 inzwischen Standard ist. Es wird im oberitalienischen Varano von der Firma Dallara entwickelt und ist nicht nur extrem stabil, sondern dank integrierter Crashbox auch sehr sicher. Ebenfalls als Crashbox dient der mittig am Heck angebrachte Schalldämpfer im Falle eines Heckaufpralls. Zur weiteren Sicherheit der Insassen dienen Vierpunktgurte von Schroth und massive Überrollbügel.

KTM X-Bow © flickr/exfordy

Das Design für den X-Bow von KTM stammt von KISKADESIGN aus Salzburg. Die Designteam ist auch mit dem Design der Motorräder von KTM betraut, was sich auch im X-Bow wiederspiegelt, da hier einige Elemente aus der Motorradwelt wiederzufinden sind.

Der X-Bow hat ein Gewicht von nur 790 Kilogramm und schafft den Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden dank des 177 kW (240 PS) starken 2.0 TFSI Motors von Audi. Durch den deutlichen Gewichtsvorteil kann der X-Bow auch mit Sportwagen mit stärkerer Maschine gut mithalten und hat einen Kraftstoffverbrauch und eine CO2-Emission, die der gut motorisierter Kleinwagen entsprechen. Die Außenmaße des X-Bow sind 3.738 Millimeter Länge, 1.951 Millimeter Breite und 1.202 Millimeter Höhe.

Dank der Straßenzulassung ist der X-Bow natürlich mehr als nur ein Rennwagen, er ist genau das richtige für sportliche Fahrer, die puren Fahrspaß ohne elektronische Assistenzsysteme und überflüssigen Komfort suchen.
So kommt der X-Bow dann auch ohne Dach, Türen und Windschutzscheibe aus. Lediglich ein 70 Millimeter hoher Windabweiser ist vorhanden. Insgesamt verspricht der X-Bow von KTM ein Fahrerlebnis, das sonst nur in Formel-1 Rennwagen oder Motorrädern zu erfahren ist.

Renault DeZir, eine Studie weckt Verlangen

Im Oktober wird die neue Designstudie von Renault, der Renault DeZir, auf dem Pariser Autosalon zu sehen sein.

Der Name DeZir ist vom französischen Wort „désir“ abgeleitet, das so viel wie Begierde oder Verlangen bedeutet.
Und Verlangen kann das neue Elektroauto von Renault wirklich wecken. Die Karbonkarosserie ist so leicht, dass das Auto trotz schwerer Akkus nur 830 Kilogramm auf die Waage bringt. Der im Heck platzierte Elektromotor leistet 150 PS und bringt den Sportwagen mit seinen aufregenden Formen auf eine Spitzengeschwindigkeit von 180 km/h. Die Reichweite des Renault DeZir soll bei 160 Kilometern liegen. Die Aufladung an einer herkömmlichen Steckdose dauert 8 Stunden, die Schnellladung dauert dagegen nur 20 Minuten. Für ganz Eilige gibt es auch noch die Möglichkeit per Quickdrop-System die Batterie innerhalb von wenigen Minuten zu wechseln, ohne dass der Fahrer das Auto verlassen muss.

Ein schwarzer Lufteintritt mit dem Firmenlogo in der Mitte dominiert die Front des DeZirund die prismenförmigen Scheinwerfer mit den gelochten Einfassungen sorgen für eine besondere Lichtsignatur des Autos. Die glatten Flächen der Flanken werden durch gelochte Aluminiumpaneele aufgelockert und der sportliche Charakter des Renaults wird durch die großen 21-Zoll-Räder noch unterstrichen. Sich gegensätzlich öffnende Flügeltüren ermöglichen den Einstieg in den Renault, der im Inneren Ähnlichkeit mit einem Kampfjet hat. Allerdings ist die Innenausstattung wesentlich freundlicher als in einem Jet. Rote Armaturen und Zierelemente stehen im Kontrast zu dem weißen Leder der Sitze, Armaturentafel und des Bodens. Die Türverkleidungen sind unterschiedlich gestaltet. Während die Fahrertür rot lackiert ist, ist die Tür auf der Beifahrerseite mit weißem Leder bezogen.

Die fehlende Heckscheibe wird durch zwei Kameras ersetzt, die für die nötige Sicht nach hinten sorgen und das zentral angebrachte Display beinhaltet ein Navigationssystem, das alle Daten mit den Terminen des Fahrers abgleicht und sowohl die Reichweite des Autos als auch die nächste Stromtankstelle anzeigt.

Und da ja sich fast lautlos fortbewegende Elektroautos immer mehr als Gefahr im Straßenverkehr angesehen werden, wurde für den Renault DeZir in Zusammenarbeit mit dem Akustikinstitut IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acustique/Musique) ein Sound entwickelt der auf den Charakter der Studie abgestimmt ist.

Immer Strom bei Porsche

Die heutigen Autos benötigen dank der Elektronik, die sie an Bord haben immer mehr Strom.

Diese Elektronik, die neben der Sicherheit auch der Umweltverträglichkeit, und natürlich dem Komfort dient, kann so zum Problem werden.

So verbraucht ein abgestelltes Auto soviel Strom, dass nach einer Standzeit von nur 3 Wochen die Batterie leer sein kann. Stellen Sie sich vor, sie kommen aus dem Urlaub und das Auto springt nicht an. Besonders Autos die vorwiegend auf Kurzstrecken bewegt werden, sind hiervon betroffen, besonders wenn bei diesen Fahrten auch noch viele Verbraucher im Auto den Stromverbrauch in die Höhe treiben. Auf den Kurzstrecken wird die Batterie fast nie voll geladen.

Porsche © flickr/thEOS.

Auch ein Besuch in der Werkstatt kann die Batterie schnell ans Limit bringen, da dort die Autos zwar oft gestartet werden, die Batterie aber nicht geladen wird. So kann es passieren, dass Sie Ihr Auto glücklich aus der Werkstatt zurück haben, es aber schon am nächsten Tag nicht wieder anspringt, da die Batterie leer ist.

Im Porsche Zentrum im Münchner Olympiapark wird dem jetzt vorgebaut.
Bei jedem Auto das im Porschezentrum zu Gast ist, wird die Batterie geladen. Das heißt egal ob Neu- oder Gebrauchtwagen, jedes Auto wird an ein Batterieladegerät angeschlossen. Im Werkstattbereich gibt es an jeder Energieampel der einzelnen Arbeitsplätze extra ein Ladegerät, an das das Auto sofort angeschlossen wird. So ist nicht nur nach einem Werkstattbesuch die Batterie geladen, auch Systemabstürze während der Diagnose oder dem Aufspielen neuer Software werden verringert.

Auch die ausgestellten Gebrauchtwagen werden ständig mit geringer Stromstärke geladen, um den Ruhestromverbrauch auszugleichen.

Etwas mehr Aufladung brauchen die Neuwagen, da hier die Kunden gerne die Elektronik ausprobieren, Soundsysteme testen oder das Cabrioverdeck auf und zu machen. Und ein Auto bei dem wegen einer leeren Batterie nichts mehr funktioniert verkauft sich schlecht.

Der Aufwand mit der ständigen Aufladung scheint sich für Porsche zu lohnen, denn es wird schon seit zwei Jahren so praktiziert. Die Reklamationen bezüglich defekter Neuwagenbatterien und nicht anspringender aus der Werkstatt entlassener Autos sind stark zurückgegangen.

Alternativer Treibstoff aus Algen

Neben anderen Pflanzen sind auch immer wieder Algen als Rohstoffquelle für Biokraftstoffe im Gespräch.

Inzwischen wird weltweit mit Algen geforscht und sogar große Ölkonzerne wie Esso beteiligen sich an dieser Forschung.

Algen © flickr/Renee Silverman

Gegenüber Mais und Getreide haben Algen den Vorteil, dass sie CO2-neutral sind, da sie den Kohlendioxidanteil, den sie als Brennstoff abgeben, vorher während des Wachstums aufnehmen.
Noch dazu sind Algen so genügsam, dass sie nur Wasser, auch salziges oder verschmutztes, Sonnenlicht, mineralische Nährstoffe und viel Kohlendioxid benötigen. So können dann auch CO2-Abgase zum Beispiel von Kraftwerken genutzt werden, was auch eine Minderung von Treibhausgasen bedeutet.

Die Biomasse der Algen kann, nachdem sie entwässert wurde, wie auch andere Pflanzen zu Biodiesel, Bioethanol oder Biogas verarbeitet werden.
Eine eingedickte Algensuspension kann zum Beispiel zu Biogas vergoren werden, und getrocknete Algen können gepresst verfeuert werden.
Algen setzen die Sonnenenergie besser um als bisher genutzte Pflanzen wie Soja, Sonnenblumen oder Palmen und können so auch mehr Öl liefern.

Vorteilhaft ist es wenn die Algen in geschlossenen Systemen produziert werden, da dort die Verdunstung des Wassers geringer ist und die Algen weniger von den Umweltbedingungen abhängig sind.
Bereits jetzt gibt es in Deutschland geschlossene Produktionsstätten für Mikroalgen, bisher aber nur für die Herstellung von Kosmetika oder Pharmaprodukten.

Da der Platzbedarf zur Produktion von Treibstoff an Land zu groß wäre, gibt es Überlegungen, die Algen direkt im Meer auf halbdurchlässigen Folien zu züchten. Allerdings wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis die Algenforschung über den Labormaßstab hinauswächst. In nächster Zukunft wird es wohl so noch keinen Treibstoff aus Algen geben.

Das fliegende Auto – Terrafugia Transition – wird Realität

Endlich kann das fliegende Auto, Terrafugia Transition in den USA in Produktion gehen.

Es bedurfte einer Ausnahmegenehmigung von der Luftfahrtbehörde für die Zulassung dieses fliegenden Autos, da es gut 50 Kilogramm zu schwer für die Zulassung als Leichtflugzeug ist.

Und ein Leichtflugzeug ist es von der Größe her. Mit knapp 6 Metern Länge, 2 Metern Breite und 2 Metern Höhe hat es ungefähr die Größe eines amerikanischen SUV.

Angetrieben werden die Vorderräder des fliegenden Autos von einem rund 100 PS starken Rotax 912S Flugzeugmotor, der mit Benzin statt Kerosin auskommt. Der Verbrauch soll im Schnitt bei 7,8 Litern liegen und die Höchstgeschwindigkeit auf der Straße bei gut 100 km/h. In der Luft erreicht der Terrafugia Transition eine Reisegeschwindigkeit von 185km/h und hat eine Reichweite von 740 Kilometern, bei einem Verbrauch von 19 Litern pro Stunde.

Nach rund 20 Flugstunden sollen die Fahrer in der Lage sein mit diesem fliegenden Auto abzuheben. Allerdings nur von einer ordentlichen Rollbahn mit einer Länge von mindestens 520 Metern. Wildes Starten und Landen auf der Straße ist verboten. Die Flügel werden dann mit Hilfe eines Elektromotors ausgeklappt. Die Nutzlast von 200 Kilogramm ist allerdings nicht gerade hoch und reicht aber für zwei Personen mit nicht allzu viel Gepäck.

Auch für die Sicherheit ist gesorgt, denn der Terrafugia Transition ist sowohl mit Airbags als auch mit einem Überrollkäfig ausgestattet.

Die ersten 20 fliegenden Autos werden jetzt gebaut aber es gibt insgesamt schon 70 Vorbestellungen. Der Gesamtpreis für das Flugauto liegt bei umgerechnet rund 160.000 Euro.

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