Der neue Volvo 8900 Überlandbus
In Göteborg hat Volvo Anfang des Monats seinen neuen Überlandbus Volvo 8900 der internationalen Fachpresse vorgestellt.
Der Volvo 8900, der leichter, sparsamer, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher sein soll, wird den Volvo 8500 und den Volvo 8700 ablösen.
Die bisherigen Modelle wurden in unterschiedlicher Fertigungsweise mit Aluminium- und Stahlkarosserie in Wroclaw, Polen und in Säffle, Schweden hergestellt. In Zukunft kann nun der Volvo 8900 problemlos an beiden Standorten gebaut werden. Und auch für die Kunden wird es einfacher, da Mechaniker nur noch ein Modell zu kennen brauchen und auch weniger Ersatzteile benötigt werden.
Die Front- und Heckpartie des neuen Busses besteht aus vormontierten Stahlmodulen, da sich Stahl leichter formen lässt, wohingegen Karosseriestruktur und Dach aus Aluminium bestehen. Sie Teile der Seitenwände bestehen aus Glasfaser und verschiedenen Kunststoffen. Durch diese neue Konstruktionsweise können beim Volvo 8900 rund 200 bis 300 Kilogramm Gewicht gegenüber den Vorgängermodellen eingespart werden, was bedeutet, dass man eine höhere Nutzlast bei geringerem Kraftstoffverbrauch hat.
Und auch die passive Sicherheit ist bei dem neuen 8900 von Volvo gewährleistet. Die Karosserie ist besonders steif und auch die Überschlagsnorm ECE R66 wird erfüllt.
Das Design zeichnet sich durch klare Linien aus und im Frontbereich wirkt der Bus frisch und modern. Im Innenraum sorgen helle Decken- und Wandverkleidungen für Freundlichkeit und Helligkeit und durch den Low-Entry hat im Eingangsbereich eine große Stehhöhe. Man kann den Volvo 8900 so auch problemlos in einen Hochboden-Bus umwandeln. Und auch Kiel-Überlandsitze, Gepäckablagen und Servicesets sind problemlos nachzurüsten.
Der Fahrersitzplatz ist nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet und die Bedienelemente sind übersichtlich. Allerdings macht sich die fehlende Einzelradaufhängung der Vorderräder am Lenkrad bemerkbar. Der Fahrkomfort ist allerdings auch in schnellen Kurvenfahrten gut.
Der Volvo 8900 mit 9-Liter Motor hat das I-Shift-Getriebe von Volvo, die anderen Versionen haben ZF- und Voith-Schaltung.
Als Hochbodenvariante ist der Volvo 8900 in einer Länge von 12,2 und 13,0 Metern und dem 7-Liter Motor D7E von Volvo zu haben. Die Low-Entry Variante gibt es als 12,0 und 13,0 Meter Bus ebenfalls mit dem 7-Liter Motor. Um mehr Fahrgäste transportieren zu können gibt es den Low-Entry aber auch als 6×2 mit 13,7 und 14,7 Metern Länge. Die Langversionen sind dann auch mit dem 9-Liter Motor zu haben. Beide Motoren erfüllen die Euro 5 Norm und sind auch mit 100 Prozent Biodiesel zu fahren. Eine Ausführung als Gelenkbus bietet der Volvo 8900 nicht, hier muss weiterhin auf die Gelenkbusausführung des Volvo 8500 zurückgegriffen werden.
In Deutschland wird der Volvo 8900 im September auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vorgestellt.








